Der staatliche Versicherungsschutz für den Verlust der Arbeitskraft und damit des Einkommens ist sehr gering: Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten nur Personen, die weniger als drei Stunden täglich arbeiten können — egal in welcher Tätigkeit. Hingegen ist das Risiko „Berufsunfähigkeit“ seit einer Rentenreform im Jahr 2001 nicht mehr durch den staatlichen Schutz abgedeckt.

 

Sogar Verbraucherschützer empfehlen demnach eine Berufsunfähigkeitsversicherung und bezeichnen diese als „Must-Have“ ohne Alternative. Was aber ist, wenn aufgrund eines fortgeschrittenen Alters, einer bestimmten Vorerkrankung oder einer gefährlichen beruflichen Tätigkeit nur ein sehr teurer oder gar kein BU-Schutz zu haben ist? Wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) in einem aktuellen Beitrag empfiehlt, kann sich dann lohnen, über den Abschluss einer Grundfähigkeitsversicherung nachzudenken.

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Seit 55 Jahren gibt es sie nun schon – die die Grüne Versicherungskarte, die in vielen Ländern als Nachweis einer KFZ-Haftpflichtversicherung gebraucht wird. Wie der Gesamtverband des Versicherungswirtschaft (GDV) nun aber aktuell informiert, wird die Karte ab dem 01. Juli 2020 weiß statt grün. Sie kann dann leichter durch den Versicherungsnehmer bezogen werden.

 

Council of Bureaux: Dachorganisation für ausländischen KFZ-Haftpflichtschutz

 

Für manche Länder ist sie unentbehrlich, für viele Länder zudem empfohlen: Die Internationale Versicherungskarte für Kraftverkehr (IVK) – durch ihre Farbe auch „Grüne Versicherungskarte“ genannt. Bereits seit 1965 dient diese Karte dem Nachweis über einen KFZ-Haftpflichtschutz bei Einreise ins Ausland mit eigenem Auto. War es doch vor Existenz dieser Karte schwer, die oft uneinheitlichen gesetzlichen Bedingungen und unterschiedlichen Regulierungspraktiken verschiedener Länder unter einen Hut zu bringen – beim Passieren der Grenze musste stets eine neue Police abgeschlossen werden, zudem war die Regulierung der Schäden über Grenzen hinweg oft schwer. Um diesem Problem zu begegnen, gründeten verschiedene Länder Europas sowie einige Anrainer-Staaten eine Dachorganisation: den Council of Bureaux (CoB).

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Eine Umfrage offenbarte in 2019 ein erstaunliches Unwissen der Deutschen zu Pflegekosten: Rund 43 Prozent der Deutschen glauben tatsächlich, die gesetzliche Pflegeversicherung würde die Kosten für einen vollstationären Pflegeplatz in voller Höhe übernehmen. Das aber ist ein tückischer Irrtum. Denn die Pflegeversicherung ist seit ihrer Einführung in 1995 nur als ergänzende „Teilkasko“ angelegt, weswegen Pflegebedürftige für einen großen Teil der Kosten selber aufkommen müssen.

Doch damit nicht genug! Die Kosten für Pflege und Heimunterbringung bedrohen auch die Familie, da Kinder auch für Eltern unterhaltspflichtig sind. Und wie ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts Celle zeigt, können sogar Sparkonten der Enkel für Pflegekosten herangezogen werden, falls die Rente der Großeltern nicht für die Heimunterbringung ausreicht. Das Urteil sollte eine wichtige Mahnung sein, sich um privaten Versicherungsschutz zu bemühen.

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Eine aktuelle Umfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zeigt, dass die Bundesbürger noch immer recht sorglos mit dem Thema umgehen. Zwar erkennen sie das Risiko, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, im Laufe des Lebens berufsunfähig zu werden. Zugleich aber überwiegt die Einstellung – „Mich wird es schon nicht treffen!“

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt? Das trifft auf die Deutschen zumindest mit Blick auf die Berufsunfähigkeit nicht zu. Eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag eines großen Versicherers zeigt demnach ein sehr widersprüchliches Ergebnis.

Zwar ist den Bürgerinnen und Bürgern durchaus bewusst, dass es sehr wahrscheinlich ist, einen Einnahmeausfall infolge der Berufsunfähigkeit zu erleiden. Sie ist sogar Favorit, wenn es um die Absicherung von Lebensrisiken geht: 62 Prozent nennen eine Berufsunfähigkeits-Police als wichtige Absicherung noch vor einer privaten Rentenversicherung (54 Prozent) und der Kfz-Vollkasko (37 Prozent, Mehrfachantworten möglich). Zum Vergleich: eine Unfallversicherung, immerhin auch eine potentiell wichtiger Schutz, landet mit nur drei Prozent Zustimmung deutlich abgeschlagen hinter BU-Policen.

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In Deutschland wurden Corona-Beschränkungen in den letzten Wochen nach und nach gelockert: Da liebäugeln viele Deutsche schon wieder mit einer Sommerreise. Noch sollte aber Geduld gefragt sein, wenn man nicht auf den Behandlungskosten im Ausland sitzen bleiben will. Denn bis 15. Juni gilt noch eine weltweite Reisewarnung des Bundesaußenministeriums.

In Deutschland werden viele Beschränkungen, die eine Ausbreitung des Corona-Virus verhindern sollten, nach und nach aufgehoben: wenn auch die Bundesländer teils unterschiedliche Regeln durchsetzen. Schon ist es wieder möglich, bei schönem Wetter im Biergarten zu relaxen oder unter Sicherheitsbestimmungen ins Restaurant zu gehen. Auch Fitnesscenter und Sportanlagen haben vielerorts wieder geöffnet: ebenso wie Hotels.

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Ein wegweisendes Urteil des Bundesgerichtshofes gibt Autokäufern Hoffnung, die sich im sogenannten Dieselgate-Skandal von VW oder einem anderen Autobauer getäuscht sahen. Demnach wurde der Autobauer dazu verurteilt, dass klagende Käufer ihr Auto zurückgeben und das Geld dafür einfordern können: Wenn auch unter Anrechnung der gefahrenen Kilometer. Noch immer sind mehr als 60.000 Klagen gegen die Autohersteller anhängig.

Wenn Verbraucher einen Diesel von Volkswagen bzw. einer Firmentochter gekauft haben, dessen Abgaseinrichtung manipuliert wurde, ist der Autobauer zu Schadenersatz verpflichtet. Das hat heute der Bundesgerichtshof mit einem viel beachteten Urteil entschieden, wie übereinstimmend mehrere Medien berichten. Allerdings muss sich der Käufer die Wertminderung durch die gefahrenen Kilometer anrechnen lassen (Az. VI ZR 252/19).

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Seniorinnen und Senioren müssen in der Kfz-Haftpflichtversicherung immer höhere Zuschläge zahlen. Das zeigt die aktuelle Auswertung eines Vergleichsportals. Neu sind die Erkenntnisse nicht – Aber es gibt Möglichkeiten, zu sparen.

Deutschland altert – und mit ihm seine Autofahrerinnen und Autofahrer. In Deutschland sind derzeit mehr als 40 Millionen Führerscheine ausgestellt, davon bereits jeder fünfte an Menschen über 65 Jahren, so berichtet die ARD anhand von Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Kein Wunder: Ein Auto ermöglicht Mobilität und ist gerade im ländlichen Raum oft unersetzbar, um etwa einkaufen zu fahren oder Freunde und Verwandte zu besuchen.

Leider müssen Seniorinnen und Senioren auch deutlich mehr zahlen, wenn sie eine Kfz-Haftpflicht oder eine Kaskoversicherung abschließen. Das zeigen aktuelle Zahlen eines Vergleichsportals, das hierfür den eigenen Bestand an Tarifen ausgewertet hat. Und es lässt sich feststellen, dass die Versicherer immer schneller die Preise für ältere Menschen am Steuer anheben. Die Auswertung der Daten fand im November 2019 statt.

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Die Altersrente fällt in Deutschland schon jetzt keineswegs üppig aus. Das zeigt eine aktuelle Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Nach der Rentenerhöhung im Juli 2019 erhielten Rentnerinnen und Rentner demnach nur knapp 952 Euro im Schnitt vor Abzug der Steuern.

 

Wie hoch sind in Deutschland eigentlich die gesetzlichen Altersrenten? Eine Frage, die nicht einfach zu beantworten ist: Müssen doch die verschiedenen Rentenarten berücksichtigt werden, auch abhängig von der Dauer der gezahlten Beiträge. Aber fest steht: ein Durchschnittsrentner bzw. -rentnerin kann nicht auf allzu hohe Bezüge hoffen. Das zeigt die Statistik „Die Rentenbestände in der gesetzlichen Rentenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland“, die das Arbeitsministerium vor wenigen Tagen vorgelegt hat. 

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Kontinuierlich nehmen Wohnungseinbrüche ab. Das zeigt aktuell die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die im März diesen Jahres veröffentlicht wurde. Demnach gingen die Wohnungseinbrüche von 97.504 Fällen in 2018 auf 87.145 Fälle in 2019 zurück. Hinzu kommen 86.604 Fälle von Diebstahl aus Keller- und Dachbodenräumen in 2019.

 

Trotz des Rückgangs absoluter Zahlen gibt es allerdings durch die deutschlandweite Schadensumme der Einbrüche auch einen Wermutstropfen zu schlucken – denn diese stieg von 260,7 Millionen Euro in 2018 auf 291,9 Millionen Euro in 2019.

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Der Betrieb oder das Geschäft ruht oder läuft auf sprichwörtlicher „Sparflamme“. Menschen sind in Kurzarbeit, viele müssen mit Einbußen beim Einkommen leben – die Corona-Pandemie macht sich auch im Geldbeutel vieler Menschen schmerzlich bemerkbar. Vielfach bedeutet dies auch eine Notlage durch laufende Kosten – Mieten, Kredite, Rechnungen müssen dennoch weiter bedient werden. Und auch für Versicherungsverträge fallen laufende Kosten an. Was aber tun, wenn aufgrund des derzeitigen „Shutdowns“ auch Prämien und Beiträge für Versicherungen nicht länger bedient werden können? Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) klärt aktuell auf seiner Verbraucherseite über diese Frage auf.

 

So würden, laut GDV, zwei Prämissen gelten. Als ersten Grundsatz formuliert der GDV: Beitrag (des Kunden) gibt es gegen Leistung (der Versicherung). Da aber stets finanzielle Notlagen den Versicherungsschutz bedrohen können, gäbe es stets auch verschiedene Möglichkeiten, mit den Beiträgen auszusetzen oder Prämien und Leistungen der neuen Lage anzupassen. Dies gelte nicht nur für die Zeit der Corona-Krise, wie der GDV außerdem formuliert. Sondern stets gibt es auch die Möglichkeit des Nachbesserns bei finanziellen Engpässen.

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