Uwe Geisler

Die Künstlersozialabgabe wird 2017 auf 4,8 Prozent sinken. Das teilte das Bundessozialministerium von Andrea Nahles (SPD) vor wenigen Wochen mit. Damit werden Unternehmen entlastet, wenn sie künstlerische oder kreative Arbeiten in Auftrag geben. Ursache sind gestiegene Einnahmen durch strengere Kontrollen.

Viele freischaffende Künstler und Kreative könnten kaum von ihrer Arbeit leben, wenn es nicht die Künstlersozialkasse (KSK) gäbe. Sie garantiert, dass besagte Berufsgruppen einen vollwertigen Zugang zur gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung haben – und zwar zu reduzierten Beiträgen. Rund 185.000 Künstler, Musiker, Autoren und Journalisten sind derzeit in der Künstlersozialkasse organisiert.

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Der Gesetzgeber hat Ersatzleistungen für Brillen aus dem Angebot der gesetzlichen Krankenkassen weitestgehend herausgenommen. Das finden die Bundesbürger überhaupt nicht in Ordnung, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Zusätzlich schützen kann man sich mit einer privaten Zusatzversicherung.

Das Magazin „Apotheken Umschau“ hat jüngst eine Umfrage durchführen lassen, ob die Bundesbürger die Meinung vertreten, dass Brillen und Gläser Leistung der gesetzlichen Krankenkassen sein sollten. Die Antwort fiel mehr als deutlich aus. Stolze 86,1 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, sie fänden es „absolut nicht fair“, dass sich die Kassen aus der Beteiligung für Brillen zurückgezogen haben. Schließlich sei Kurzsichtigkeit eine „augenscheinliche Beeinträchtigung“ der Gesundheit. Weiterlesen

Berlin ist die bundesweite Hauptstadt der Autodiebe. Das zeigt die Auswertung eines Webportals anhand der Kriminalitätsstatistik. Grundsätzlich gibt es ein starkes Gefälle zwischen Ost- und Süddeutschland: Während der Süden vergleichsweise sicher ist, müssen die Bürger im Osten weit häufiger den Verlust ihres Fahrzeuges beklagen. Insgesamt kamen im Vorjahr 36.476 Autos abhanden.

In welchen Städten werden bundesweit die meisten Autos geklaut? Das wollte ein Webanbieter wissen und nahm sich die polizeiliche Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2015 zur Hand. Das Ergebnis: die Hauptstadt Berlin liegt bei geklauten Fahrzeugen mit Abstand an der Spitze. Hier kamen im letzten Jahr 528 PKW je 100.000 zugelassener Fahrzeuge abhanden. Daraus leitet sich ein 497prozentiger „Vorsprung“ gegenüber dem Durchschnitt aller Städte in der Bundesrepublik ab (88,3 Fälle auf 100.000 zugelassene PKW).

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Wer eine private Krankenversicherung abschließen will, kann das seit einigen Jahren auch bei einem ausländischen Anbieter tun, in Fachkreisen EWR-Dienstleister genannt. Diese werden seit einiger Zeit sehr intensiv im Internet beworben. Aber Vorsicht: die Tarife haben oft Leistungslücken, die daran zweifeln lassen, ob es sich überhaupt um einen vollwertigen Krankenversicherungs-Schutz handelt.

Auf der Suche nach einer privaten Krankenversicherung haben die Bundesbürger seit mehreren Jahren auch die Möglichkeit, sich bei einem sogenannten EWR-Dienstleister zu versichern. Damit sind ausländische Krankenversicherer gemeint, die ihren Sitz entweder in einem EU-Land oder dem europäischen Wirtschaftsraum haben. „EWR“ ist hierbei die Abkürzung für „Europäischer Wirtschaftsraum“. Immer öfter findet man entsprechende Angebote im Internet, oft mit dem Versprechen auf niedrige Beiträge. Weiterlesen

Eine Wohngebäudeversicherung muss auch dann zahlen, wenn es zu Frostschäden in gerade nicht genutzten Ferienhäusern kommt. Dazu müssen mindestens zwei Bedingungen erfüllt sein. Zum einen müssen die Hausherren regelmäßig das Haus und die Funktion der Heizung überprüfen und zum anderen dies auch nachweisen können.

Das bestätigten die Richter des Oberlandesgerichts Oldenburg (Az.: 5 U 190/14). Im betroffenen Fall waren in einem Ferienhaus die Temperaturen unter null Grad gesunken und daraufhin eine Wasserleistung geplatzt. Das austretende Wasser verursachte einen Schaden von 11.000 Euro, den die Besitzer von ihrer Versicherung einforderten. Weiterlesen

Heute müssen Datendiebe nicht mehr in Mülltonnen fischen, um an Namen und Adressen zu gelangen. Und Einbrecher müssen nicht mehr wie bei „Kevin Allein zu Haus“ beobachten, ob in einem Haus die Fenster für mehr als drei Tage in Folge dunkel bleiben, um daraus abzuleiten, dass die Bewohner verreist sind. Heute sieht man sich als Profidieb auf den Social-Media-Profilen potentieller Kandidaten um, und erfährt neben dem Familienstand auch Datum und Verlauf der Urlaubsreise. Und während auf Facebook regelmäßig Fotos von Palmen und Cocktails gepostet werden, räumt der Einbrecher in Ruhe das Inventar aus dem verwaisten Haus.

Das könnte jedenfalls einer der Gründe sein, warum die Zahl der Wohnungseinbrüche in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Um das Ausmaß konkret zu machen: alle zwei Minuten wird sich irgendwo in der Bundesrepublik unbefugt Zutritt zu einer Wohnung verschafft. So kam es, dass die Polizei allein im Vorjahr 167.136 erfolgreiche oder versuchte Fälle eines Einbruchs verzeichnete und danach den Einbruchshöchststand seit zweiundzwanzig Jahren ausrief. Weiterlesen

Berufsunfähigkeit: Wer seinen Beruf aufgeben muss, hat schnell ein finanzielles Problem. Dabei können viele Gründe dazu führen. Manchmal macht einen der Beruf selbst krank, manchmal bekommt man Probleme mit dem Rücken oder mit der Psyche oder man erleidet einen Unfall und kann dann nicht mehr wie bisher in seinem Beruf arbeiten. Die finanzielle Unterstützung, die man in diesem Fall vom Staat erwarten kann, ist nicht gerade üppig. Und Selbstständige oder Berufseinsteiger können diese Erwartung gleich begraben- sie bekommen häufig gar nichts. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung kann diese Lücke ausfüllen.

Um nach dem Verlust der eigenen Arbeitsfähigkeit nicht ohne Einkommen dazustehen oder den bisherigen Lebensstandard komplett aufgeben zu müssen, ist eine Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit eine smarte Vorsorgeentscheidung. Doch entscheidet sich in der Bundesrepublik nur die Minderheit der Arbeitnehmer für eine solche Absicherung.

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Die Einkommensabsicherung ist zu selten Thema in der Bundesrepublik, wie eine Umfrage der Smith School der Universität Oxford im Auftrag eines großen Schweizer Versicherers nahelegt. An der Befragung nahmen mehr als 11.000 Personen in elf Ländern auf vier Kontinenten teil. Dabei zeigten sich die Deutschen beim Thema Einkommensabsicherung ziemlich träge.

Gerade mal den letzten Platz nehmen die Bundesbürger ein im internationalen Vergleich, wenn es um die Absicherung der Arbeitskraft geht. Das heißt, konkret: nur siebzehn Prozent der Deutschen sind abgesichert gegen einen finanziellen Ausfall, der bei einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit auf den Arbeitnehmer zukommen kann. In Hongkong beispielsweise liegen die Werte bei sechzig Prozent, in Malaysia ebenso. Woran kann das liegen? Weiterlesen

Um einen Überblick zu bekommen, in welchen Gebieten der Hausbau besonders durch Hochwasser gefährdet ist, genügt ein Blick in die Datenbank für Hochwassergefahren: dem sogenannten Zonierungssystem Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS) Geo. Auf der Datenbank gibt es vier Kategorien, besonders gefährdete Gegenden bekommen den Wert Vier. Ein Update dieser Datenbank sortiert nun um: im Ergebnis gibt es für viele Menschen in Deutschland einen besseren Zugang zum Versicherungsschutz bei Elementargefahren.

Wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) berichtet, können sich nun 58.000 Hausbesitzer leichter gegen Hochwasser versichern als noch vor einiger Zeit. Der Grund ist einfach: die Anzahl der Gebäude, die in der BRD den Status hatten, besonders von Hochwasser gefährdet zu sein, hat um dreißig Prozent abgenommen.

Wie das Update verrät, werden derzeit nur noch 139.000 Gebäude in der Gefahrenklasse 4, also in der höchsten Gefahrenzone eingeordnet. Im Ergebnis sind also nur noch sieben Prozent der insgesamt über 21 Millionen Adressen in der BRD in der Zone 4, wo zumindest statistisch innerhalb der kommenden zehn Jahre ein Hochwasser Verheerungen anrichten könnte. So sank die Zahl von 197.000 Gebäuden in Zone 4 auf aktuell nur noch 139.000. Weiterlesen

Reiserücktrittsversicherung: Gerade ist es wieder passiert: Vor wenigen Tagen gab es einen Anschlag in Istanbul, 43 Menschen wurden getötet und weitere 230 verletzt. Nun hat man eine Reise gebucht, freut sich auf den Urlaub und dann kommt die Meldung, dass es im Urlaubsland einen Terrorangriff gab. Natürlich haben dann viele Touristen keine Lust mehr, ein Flugzeug zu besteigen und hinzufliegen. Zum Glück hat man eine Reiserücktrittsversicherung. Aber greift die in diesem Fall? Leider nicht.

Bevor man einen Urlaub bucht, frequentiert man als umsichtiger Tourist erst einmal die Homepage des Auswärtigen Amtes. Und gerade stehen dort ziemlich viele Länder, von deren Besuch das Amt abrät. Seit dem jüngsten Anschlag in Istanbul steht auch die Türkei wieder auf der Liste mit dem Hinweis zu erhöhter Vorsicht. Im ganzen Land rechnet man mit weiteren Anschlägen.

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