Die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen sind wichtige Werte der Sozialversicherung. Sie geben zum Beispiel an, ab welchem Einkommen ein Kassenpatient in die private Krankenversicherung wechseln darf und wie tief Gutverdiener in der Renten- und Arbeitslosenversicherung ins Portemonnaie greifen müssen. Letzte Woche nun wurden die vorläufigen Rechengrößen für das Jahr 2016 veröffentlicht.
Jedes Jahr werden die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung neu festgesetzt, entscheidend hierfür ist die Entwicklung der Löhne. Die voraussichtlichen Werte für 2016 wurden nun im Referentenentwurf für die sogenannte „Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2016“ veröffentlicht. Zwar muss das Bundeskabinett diesen Werten noch zustimmen. In der Regel ändert sich jedoch nichts mehr an den Zahlen. Weiterlesen
Private Krankenversicherung: Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen hat die Rechte von Privatpatienten in der Pflegeversicherung gestärkt. Demnach ist eine Erhöhung der Pflegestufe auch rückwirkend möglich, wenn der Versicherer nicht ausreichend beraten hat. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig (Az. L 10 P 134/14)
Wie viel Geld einem Pflegebedürftigen zusteht, hängt auch davon ab, welche Pflegestufe er zugesprochen bekommt: Je höher die Pflegestufe, auf desto höhere Leistungen darf in der Regel auch der Versicherte hoffen. Doch kann eine Erhöhung der Pflegestufe auch rückwirkend ausgesprochen werden, da der Betroffene doch einen Antrag für die höhere Leistung stellen muss? Mit dieser Frage musste sich aktuell das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen befassen – und entschied zugunsten des Kunden. Weiterlesen
Hobbydrohnen sind in einfacher Fertigung schon für wenige hundert Euro zu haben. Umso öfter sieht man Familien mit begeisterten Kindern in Parks oder auf Modellbau-Flugplätzen mit den Fliegern. Vor dem Start sollten die Drohnenpiloten aber das Thema Haftpflichtschutz nicht vernachlässigen.
Immer mehr Bundesbürger lassen nicht mehr den Drachen steigen, sondern haben sich ein weit moderneres Fluggerät zugelegt: Hobbydrohnen oder auch Quadrocopter erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Es ist nicht nur der Spieltrieb, der die Menschen in die Elektroläden treibt. Die Flugobjekte lassen sich mit Kameras ausstatten, um tolle Panoramafotos zu machen, und die Videoaufnahmen des Familienhundes sind viel gelungener, wenn man nicht mit einer wackelnden Handkamera hinterherhechelt, sondern das Tier elegant aus der Luft filmt. Weiterlesen
Die gute Nachricht: 2014 wurden in Deutschland weniger Autos geklaut als noch im Jahr zuvor (-4 Prozent). Die schlechte: mit 18.549 angezeigten Diebstählen war die Zahl der entwendeten Fahrzeuge noch immer sehr hoch, kommen doch jeden Tag rund 50 Autos abhanden. Dies berichtet das Bundeskriminalamt (BKA) aus Wiesbaden in seinem aktuellen „Bundeslagebild Kfz-Kriminalität“. Die BKA-Zahlen beruhen auf den registrierten Pkw-Diebstahlfällen, bei denen die Fahrzeuge nicht wiedergefunden werden konnten.
Bei der Anzahl der Kfz-Diebstähle zeigen sich regional große Unterschiede. Diebeshauptstadt ist in absoluten Zahlen Berlin, wo 2014 genau 4.162 Autodiebstähle angezeigt wurden. Auf dem zweiten Rang landet Nordrhein-Westfalen mit 4027 verlustig gegangenen Fahrzeugen. Weiterlesen
Wenn ein Mensch stirbt, dann ist das eine bittere und leidvolle Erfahrung. Dass auch die Versicherungsunterlagen zeitnah geprüft werden müssen, vergessen dabei viele Angehörige. Genau dies ist aber leider erforderlich, so tief die Trauer auch sein mag. Sonst steht im Zweifel sogar die Versicherungsleistung auf dem Spiel!
Besteht eine Versicherung für den Todesfall, etwa eine Risikolebensversicherung, dann ist der Versicherer in der Regel unmittelbar zu informieren. Innerhalb welcher Frist diese Meldung erfolgen muss, ist dem Versicherungsschein zu entnehmen: Üblich sind hierfür 3 Tage. Die Frist beginnt dabei, sobald man vom Tod der versicherten Person erfahren hat. Wird der Tod durch Unfall bewirkt, besteht die Unfallversicherung sogar auf eine Meldefrist von 48 Stunden, sofern im Vertrag nichts anderes vereinbart ist.
Bevor der Versicherer die Todesfallleistung auszahlt, wird er auf die Einreichung weiterer Dokumente bestehen. Zumeist muss man den Versicherungsschein im Original sowie als Kopie den Totenschein sowie die Sterbeurkunde bei der Versicherung vorlegen. Eventuell wird auch ein Arztbericht über die Gründe des Ablebens bzw. (falls die Angehörigen die Leistung als Erbe beantragen) ein Erbschein verlangt. Bevor der Versicherungsschein im Original versendet wird, sollte eine Fotokopie angefertigt werden. Schließlich ist schon so manches Dokument auf dem Postweg verlorengegangen! Weiterlesen
Wer früher eine Erwerbsminderungsrente erhalten hat und nun in den Ruhestand getreten ist, sollte prüfen, ob bei der Anrechnung der Erwerbsminderung auf die Altersrente keine Fehler unterlaufen sind. Das Bundesversicherungsamt hat in seinem Tätigkeitsbericht 2014 zahlreiche Falschberechnungen nachgewiesen. Die Unterschiede können mehre hundert Euro im Monat betragen, viele Rentner erhielten deutlich zu wenig Geld.
Auch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) rechnet nicht immer korrekt, wie der aktuelle Tätigkeitsbericht 2014 des Bundesversicherungsamtes zeigt. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass sich die DRV mehrfach zu Ungunsten der Rentner verrechnet hatte. Weil Erwerbsminderungsrenten nicht in vollem Umfang auf die Altersrente angerechnet wurden, gingen manchem Ruheständler hunderte Euro pro Monat verloren! Weiterlesen
Girokonto: Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat die Rechte der Geschäftskunden von Banken gestärkt. Demnach dürfen Geldinstitute nicht einfach pauschal eine Gebühr für Falschbuchungen verlangen, wie die Richter mit einem Urteil bestätigten. Ein Versicherungsmakler erhält nun von seiner Sparkasse 77.600 Euro zurück (Az.: XI ZR 434/14).
Im verhandelten Rechtsstreit hatte ein Makler gegen seine Sparkasse geklagt. Das Geldinstitut hatte in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine Klausel verankert, die es erlaubte, für Falschbuchungen „pro Buchungsposten“ pauschal 32 Cent in Rechnung zu stellen. Doch diese Klausel ist nichtig, wie die Richter von Deutschlands oberstem Zivilgericht betonten. Weiterlesen
Es ist Urlaubszeit! Damit die Hausratversicherung für den Diebstahl aus Ferienwohnungen und Hotelzimmern zahlt, sollte der Baustein „Außenversicherung“ in den Schutz eingeschlossen sein. Aber auch hinsichtlich der eigenen vier Wände sollten bei längerer Abwesenheit Vorkehrungen getroffen werden.
In den meisten Bundesländern sind aktuell Sommerferien. Viele Familien haben den wohlverdienten Jahresurlaub noch vor sich und werden in den nächsten Wochen aufbrechen, um an sonnigen Stränden die Seele baumeln zu lassen oder im Gebirge wandern zu gehen. Wer sich auf Reisen begibt, sollte aber auch hinsichtlich des Hausratschutzes einiges beachten. Weiterlesen
PKV: Seit dem Jahr 2009 haben Krankenversicherte das Recht, bei ihrem derzeitigen Anbieter in einen günstigeren Tarif zu wechseln, wenn dieser einen ähnlichen Leistungsumfang bereit hält. Das verspricht für ältere Versicherungsnehmer Beitragsersparnisse. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin erklärt nun, welche Voraussetzungen für einen solchen Tarifwechsel erfüllt sein müssen.
Privatpatienten haben laut § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes das Recht, in einen günstigeren Tarif der eigenen Krankenversicherung zu wechseln, falls dieser gleichwertige Leistungen beinhaltet. Tatsächlich wollen die Krankenversicherungen mit Lockangeboten junge Versicherungsnehmer für sich gewinnen und bieten deshalb oft günstigere Tarife an. Und so können auch Senioren ihre Prämienlast reduzieren, denn eine neue Gesundheitsprüfung oder einen Risikoaufschlag kann der Versicherer nur dann verlangen, wenn der Kunde auf Mehrleistungen besteht.
Die Zahl der Fahrrad-Diebstähle bleibt in Deutschland ungebrochen hoch. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 340.000 Räder entwendet, wobei die Versicherungswirtschaft für 210.000 versicherte Räder insgesamt 100 Millionen Euro auszahlte. Das teilte der Dachverband der Versicherer GDV auf seiner Webseite mit.
Schlechte Nachricht für die Freunde des Zweirades! Auch im Jahr 2014 waren wieder hunderttausende Fahrrad-Diebstähle zu beklagen. Insgesamt 340.000 Anzeigen wegen geklauter Drahtesel zählte die Polizei, wobei die Aufklärungsquote verschwindend gering ist. Nur bei knapp zehn Prozent aller Diebstähle kann der Übeltäter überführt werden! Wenn einmal das Rad entwendet wurde, sieht der Besitzer es folglich meist nie wieder.