Wer bei seinem Versicherer Geld zahlen will, der sollte darüber nachdenken, die Prämie nicht monatlich oder im 3-Monats-Turnus zu überweisen, sondern als Jahresbeitrag. Denn viele Versicherer honorieren eine jährliche Zahlung, weil sie so weniger Bürokratie-Aufwand haben.

Manchmal sind es ganz kleine Tricks, mit denen man bei Abschluss einer Versicherung Geld sparen kann. Vorausgesetzt freilich, der Verbraucher kennt diese. Und so lohnt es sich, im Antrag danach zu schauen, welche Zahlungsoptionen ein Versicherer anbietet. Oft sind drei Modelle möglich: monatlich, quartalsweise (also alle drei Monate) oder jährlich.

Wer mit seinem Versicherer eine jährliche Zahlung vereinbart, kann nämlich in manchen Sparten 5-8 Prozent des Beitrages sparen. Das gilt zum Beispiel für die Kfz-, Haftpflicht- und Unfallversicherung. Sogar bei Lebensversicherungen sind unter Umständen Einsparungen möglich, wenn man auf monatliche Zahlung verzichtet.

Der Grund für den Vorteil ist leicht zu benennen: eine monatliche Zahlungsweise erzeugt dem Versicherer mehr Verwaltungsaufwand und wird folglich mit Abschlägen „bestraft“. Bei jährlicher Zahlweise ist dieser Aufwand hingegen geringer. Gerade bei kapitalbildenden Versicherungen mit langer Laufzeit macht so eine Ersparnis schnell viel aus. Denn je mehr Geld im Spartopf ist, desto mehr kann auch verzinst werden!

Die Sache hat freilich auch einen Haken: man muss den Jahresbeitrag einmal komplett vorschießen. Was sich aber lohnt, wenn am Ende mehr im Sparstrumpf ist – und auch mehr Kapital, das Zinsen abwirft. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung.

Kurz vor dem Wahljahr 2017 schiebt die Bundesregierung noch ein Reformprojekt an. Mittwoch letzter Woche hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf für die sogenannte Flexi-Rente verabschiedet. Das Gesetz soll es zum einen Senioren erleichtern, Vorruhestands-Regelungen in Anspruch zu nehmen und zugleich in Teilzeit weiterzuarbeiten. Auch sollen Anreize geschaffen werden, über die Regelaltersgrenze hinaus zu arbeiten. Die Bundesregierung hat es eilig: wenn Bundestag und Bundesrat zustimmen, könnte die Gesetzesänderung schon ab 2017 in Kraft treten.

Vorgezogene Teilrente: erleichterte Bedingungen

Was aber beinhaltet der Gesetzentwurf konkret? Erleichtert werden sollen die Regeln, wenn Senioren eine vorgezogene Teilrente erhalten, aber weiterhin in Teilzeit weiterarbeiten. Bisher müssen solche Vorruheständler mit einer drastischen Kürzung ihrer Rente rechnen: bis zu zwei Drittel kann von der Rente abgezwackt werden, wenn der Betroffene mehr als 450 Euro im Monat verdient. Wenn ein Rentner eine Verdienstgrenze überschreitet, erhält er entweder eine Zweidrittel-, eine Halbe oder eine Eindrittel-Rente.

Diese komplexe Abstufung soll zukünftig entfallen. Dann soll für den Zuverdienst eine einfache Regel gelten: bis zu einer Obergrenze von 6.300 Euro im Jahr müssen die Frührentner keine Kürzung ihrer Altersbezüge fürchten. Wenn Teilrentner diesen Freibetrag überschreiten, werden pauschal 40 Prozent des darüber liegenden Zuverdienstes von der Rente abgezogen.

Dass auch die neue Regelung nicht so einfach zu durchschauen ist, zeigt ein Rechenbeispiel aus dem Gesetzentwurf der Bundesregierung. Beträgt der Hinzuverdienst 18.000 Euro pro Jahr, werden von der Rente 390 Euro pro Monat abgezogen. Diese Summe errechnet sich folgendermaßen: Der Betrag, der die 6300-Euro-Grenze übersteigt, liegt bei 11.700 Euro im Jahr. Pro Monat sind dies 975 Euro – davon werden 40 Prozent gestrichen. Läge die Vollrente bei monatlich 1200 Euro, käme man so auf eine Teilrente von 810 Euro im Monat.

Anreize für Beschäftigte, länger zu arbeiten

Darüber hinaus will die Bundesregierung Rentner animieren, auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter einer Beschäftigung nachzugehen. Hierfür sind zusätzliche Anreize geplant. Aktuell erhält ein Arbeitnehmer einen Anspruchszuschlag von 0,5 Prozent pro Monat, wenn er auch nach Erreichen des Rentenalters noch arbeitet. Bedingung ist freilich, dass er noch keine Altersrente bezieht.

Allerdings muss der Arbeitnehmer keine Sozialversicherungsbeiträge mehr zahlen. Er kann also aktuell mit seiner Teilrente den Rentenanspruch nicht raufsetzen. Das soll sich mit der „Flexi-Rente“ zukünftig ändern. Während die Zuschlagsregelung bestehen bleibt, sollen die Beschäftigten weiter in die Rentenkasse einzahlen dürfen – und damit ihren Rentenanspruch erhöhen können. Damit die Arbeitgeber einen Anreiz haben mehr ältere Menschen zu beschäftigen, sollen die Arbeitgeber-Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für Rentner künftig entfallen.

Doch ob die gesetzliche Rente zukünftig zum Leben allein noch reichen wird, ist fraglich. Das gilt vor allem für jüngere Arbeitnehmer. Laut jüngsten Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums, von denen die Wirtschaftswoche berichtet, könnte das Rentenniveau in der Deutschen Rentenversicherung bis 2045 auf weniger als 40 Prozent des aktuellen Durchschnittseinkommens sinken. Damit wird sich die Schere zwischen Einkommen und zu erwartender Rente weiter auftun. Selbst Durchschnittverdienern droht dann die Altersarmut!

Die Krankenkassen leisten für Zahnersatz nur noch einen geringen Zuschuss. Mit bitteren Konsequenzen: immer mehr Menschen sind bereit einen Kredit aufzunehmen, wenn sie Zähne verlieren. Das muss nicht sein. Eine Zahnzusatzversicherung kann hier Abhilfe schaffen!

Heute ist es ganz selbstverständlich, dass wir unsere Zähne pflegen, sie putzen und regelmäßig untersuchen lassen. Doch das war nicht immer so. Erst 1938, mit der Erfindung des Nylons, trat auch die Zahnbürste ihren Siegeszug an. Bis weit ins vorige Jahrhundert hinein war professionelle Zahnpflege hingegen ein Privileg, das betuchteren Kreisen vorbehalten blieb. Sie reinigten ihre Zähne mit Bürsten aus Knochen und Borsten – auf dem Land wusste sich die Bevölkerung mit Lappen und Schwämmen zu helfen.

Weiterlesen

Die Künstlersozialabgabe wird 2017 auf 4,8 Prozent sinken. Das teilte das Bundessozialministerium von Andrea Nahles (SPD) vor wenigen Wochen mit. Damit werden Unternehmen entlastet, wenn sie künstlerische oder kreative Arbeiten in Auftrag geben. Ursache sind gestiegene Einnahmen durch strengere Kontrollen.

Viele freischaffende Künstler und Kreative könnten kaum von ihrer Arbeit leben, wenn es nicht die Künstlersozialkasse (KSK) gäbe. Sie garantiert, dass besagte Berufsgruppen einen vollwertigen Zugang zur gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung haben – und zwar zu reduzierten Beiträgen. Rund 185.000 Künstler, Musiker, Autoren und Journalisten sind derzeit in der Künstlersozialkasse organisiert.

Weiterlesen

Der Gesetzgeber hat Ersatzleistungen für Brillen aus dem Angebot der gesetzlichen Krankenkassen weitestgehend herausgenommen. Das finden die Bundesbürger überhaupt nicht in Ordnung, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Zusätzlich schützen kann man sich mit einer privaten Zusatzversicherung.

Das Magazin „Apotheken Umschau“ hat jüngst eine Umfrage durchführen lassen, ob die Bundesbürger die Meinung vertreten, dass Brillen und Gläser Leistung der gesetzlichen Krankenkassen sein sollten. Die Antwort fiel mehr als deutlich aus. Stolze 86,1 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, sie fänden es „absolut nicht fair“, dass sich die Kassen aus der Beteiligung für Brillen zurückgezogen haben. Schließlich sei Kurzsichtigkeit eine „augenscheinliche Beeinträchtigung“ der Gesundheit. Weiterlesen

Berlin ist die bundesweite Hauptstadt der Autodiebe. Das zeigt die Auswertung eines Webportals anhand der Kriminalitätsstatistik. Grundsätzlich gibt es ein starkes Gefälle zwischen Ost- und Süddeutschland: Während der Süden vergleichsweise sicher ist, müssen die Bürger im Osten weit häufiger den Verlust ihres Fahrzeuges beklagen. Insgesamt kamen im Vorjahr 36.476 Autos abhanden.

In welchen Städten werden bundesweit die meisten Autos geklaut? Das wollte ein Webanbieter wissen und nahm sich die polizeiliche Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2015 zur Hand. Das Ergebnis: die Hauptstadt Berlin liegt bei geklauten Fahrzeugen mit Abstand an der Spitze. Hier kamen im letzten Jahr 528 PKW je 100.000 zugelassener Fahrzeuge abhanden. Daraus leitet sich ein 497prozentiger „Vorsprung“ gegenüber dem Durchschnitt aller Städte in der Bundesrepublik ab (88,3 Fälle auf 100.000 zugelassene PKW).

Weiterlesen

Wer eine private Krankenversicherung abschließen will, kann das seit einigen Jahren auch bei einem ausländischen Anbieter tun, in Fachkreisen EWR-Dienstleister genannt. Diese werden seit einiger Zeit sehr intensiv im Internet beworben. Aber Vorsicht: die Tarife haben oft Leistungslücken, die daran zweifeln lassen, ob es sich überhaupt um einen vollwertigen Krankenversicherungs-Schutz handelt.

Auf der Suche nach einer privaten Krankenversicherung haben die Bundesbürger seit mehreren Jahren auch die Möglichkeit, sich bei einem sogenannten EWR-Dienstleister zu versichern. Damit sind ausländische Krankenversicherer gemeint, die ihren Sitz entweder in einem EU-Land oder dem europäischen Wirtschaftsraum haben. „EWR“ ist hierbei die Abkürzung für „Europäischer Wirtschaftsraum“. Immer öfter findet man entsprechende Angebote im Internet, oft mit dem Versprechen auf niedrige Beiträge. Weiterlesen

Eine Wohngebäudeversicherung muss auch dann zahlen, wenn es zu Frostschäden in gerade nicht genutzten Ferienhäusern kommt. Dazu müssen mindestens zwei Bedingungen erfüllt sein. Zum einen müssen die Hausherren regelmäßig das Haus und die Funktion der Heizung überprüfen und zum anderen dies auch nachweisen können.

Das bestätigten die Richter des Oberlandesgerichts Oldenburg (Az.: 5 U 190/14). Im betroffenen Fall waren in einem Ferienhaus die Temperaturen unter null Grad gesunken und daraufhin eine Wasserleistung geplatzt. Das austretende Wasser verursachte einen Schaden von 11.000 Euro, den die Besitzer von ihrer Versicherung einforderten. Weiterlesen

Heute müssen Datendiebe nicht mehr in Mülltonnen fischen, um an Namen und Adressen zu gelangen. Und Einbrecher müssen nicht mehr wie bei „Kevin Allein zu Haus“ beobachten, ob in einem Haus die Fenster für mehr als drei Tage in Folge dunkel bleiben, um daraus abzuleiten, dass die Bewohner verreist sind. Heute sieht man sich als Profidieb auf den Social-Media-Profilen potentieller Kandidaten um, und erfährt neben dem Familienstand auch Datum und Verlauf der Urlaubsreise. Und während auf Facebook regelmäßig Fotos von Palmen und Cocktails gepostet werden, räumt der Einbrecher in Ruhe das Inventar aus dem verwaisten Haus.

Das könnte jedenfalls einer der Gründe sein, warum die Zahl der Wohnungseinbrüche in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Um das Ausmaß konkret zu machen: alle zwei Minuten wird sich irgendwo in der Bundesrepublik unbefugt Zutritt zu einer Wohnung verschafft. So kam es, dass die Polizei allein im Vorjahr 167.136 erfolgreiche oder versuchte Fälle eines Einbruchs verzeichnete und danach den Einbruchshöchststand seit zweiundzwanzig Jahren ausrief. Weiterlesen

Berufsunfähigkeit: Wer seinen Beruf aufgeben muss, hat schnell ein finanzielles Problem. Dabei können viele Gründe dazu führen. Manchmal macht einen der Beruf selbst krank, manchmal bekommt man Probleme mit dem Rücken oder mit der Psyche oder man erleidet einen Unfall und kann dann nicht mehr wie bisher in seinem Beruf arbeiten. Die finanzielle Unterstützung, die man in diesem Fall vom Staat erwarten kann, ist nicht gerade üppig. Und Selbstständige oder Berufseinsteiger können diese Erwartung gleich begraben- sie bekommen häufig gar nichts. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung kann diese Lücke ausfüllen.

Um nach dem Verlust der eigenen Arbeitsfähigkeit nicht ohne Einkommen dazustehen oder den bisherigen Lebensstandard komplett aufgeben zu müssen, ist eine Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit eine smarte Vorsorgeentscheidung. Doch entscheidet sich in der Bundesrepublik nur die Minderheit der Arbeitnehmer für eine solche Absicherung.

Weiterlesen

Unsere Partner

wait