Millionen Bankkunden müssen sich auf Änderungen beim Online-Banking einstellen. Die guten alten TAN-Listen mit endlosen Nummern auf Papier werden zum 14. September abgeschafft. Grund ist eine EU-Richtlinie, die den Geldhäusern strengere Sicherheitsregeln auferlegt.

 

Viele Bankkunden müssen sich in diesem Monat auf eine wichtige Änderung einstellen. Dem iTAN-Verfahren wird europaweit der Garaus gemacht: also dem etablierten Verfahren, wonach man Banküberweisungen mit einer sechsstelligen Ziffer ausführen kann, die auf einem Zifferblock aus Papier verschickt wurde. Grund ist die EU-Richtlinie PSD2, die das Verfahren künftig verbietet. Auf das Aus für das Verfahren macht am Montag die Deutsche Presse-Agentur aufmerksam.

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Wann muss die Krankenkasse eigentlich für einen Transport per Taxi, Bus oder Krankenwagen ins Krankenhaus oder in eine Arztpraxis zahlen? Dafür gibt es konkrete Regeln. Speziell wenn es um eine ambulante Behandlung geht, übernimmt eine Kasse die Kosten nur in Ausnahmefällen.

 

Als Faustregel gilt: Ist die Fahrt „medizinisch zwingend notwendig“, muss die Krankenkasse die Fahrtkosten erstatten. Darüber informiert das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite. Somit ist klar, dass eine Rettungsfahrt zum Krankenhaus die Betroffenen nicht selbst zahlen müssen. Viele Deutsche wissen das nicht und zögern tatsächlich, im Notfall den Krankenwagen zu rufen, weil sie die hohen Kosten scheuen. Im Zweifel aber zählt jede Minute, wenn es um das Leben eines Menschen geht. Rettungsfahrten zum Krankenhaus werden auch ohne anschließenden stationären Aufenthalt übernommen.

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Immer mehr Rentner verdienen sich auch nach Erreichen des Ruhestands-Alters etwas dazu. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesregierung. Finanzielle Engpässe sind ein Motiv — aber nicht das einzige.

 

Es sind Zahlen, die aufhorchen lassen: Noch nie waren so viele Rentner erwerbstätig wie heute. Das geht aus frischen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums hervor. So gingen 2018 bereits 1,45 Millionen Menschen, die die Regelaltersgrenze bereits überschritten hatten, einer Erwerbsarbeit nach. Das sind zwar immer noch „nur“ acht Prozent der Ruheständler. Der Trend ist aber eindeutig: zur Jahrtausendwende waren es noch 530.000 Rentner im Unruhestand. Ein stolzes Plus von fast 174 Prozent in weniger als zwanzig Jahren!

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Wer einen Hasspost mit „Like“ markiert, muss mit ernsthaften juristischen Konsequenzen rechnen. Denn nicht nur, wer andere Menschen in sozialen Medien beleidigt oder bedroht, macht sich strafbar — auch derjenige, dem das offensichtlich gefällt.

 

Im Internet geht es mitunter ruppig zu: Manch einer verliert hinter der vermeintlichen Maske der Anonymität alle Hemmungen. Da werden in Social-Media-Kommentaren Menschen beleidigt, bedroht und Verschwörungstheorien verbreitet. Dass es hierbei Grenzen gibt, zeigen wiederholt Gerichtsurteile. Schnell liegt der Tatbestand der Beleidigung nach § 185 des Strafgesetzbuches (StGB) oder der üblen Nachrede nach § 186 StGB vor. Auch Aufrufe zur Gewalt wurden schon abgestraft: als öffentliche Aufforderung zu einer Straftat nach § 111 StGB.

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Seit 2013 gibt es den sogenannten Notlagentarif der privaten Krankenversicherung: Er soll Menschen helfen, die Beitragsschulden angehäuft haben. Tatsächlich gelingt es vielen, sich mit diesem Tarif zu entschulden. Das berichtet aktuell der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) — und nennt Zahlen.

 

Beitragsschulden in der privaten Krankenversicherung? Wem das passiert, der muss sich nicht schämen oder verzweifeln. Weil sich die Prämie in der PKV nicht am Einkommen orientiert, kann es schonmal passieren, dass Menschen mit den Beiträgen in Rückstand geraten. Für solche Fälle hat das Gesundheitssystem ein Auffangnetz geschaffen: Die Sozialtarife in der PKV.

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Deutschland ist im Reisefieber! Dank der großen Ferien brechen viele Familien in die weite Welt auf, um fremde Kulturen zu erkunden oder einfach nur am Strand zu faulenzen. Das lassen sich die Deutschen durchaus einiges kosten. Rund 70,1 Millionen Reisen unternahmen die Deutschen im Vorjahr, so eine Auswertung des Statistikportals „Statista“ — im Schnitt gibt ein Haushalt übers Jahr gerechnet 5.500 Euro für Reisen aus.

 

Doch wenn der Urlaub schon teuer ist, sollen nicht noch Extrakosten anfallen: zum Beispiel wegen Krankheiten oder einem Unfall. Schon aus diesem Grund empfehlen Experten den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung. In der Regel schon für einen niedrigen zweistelligen Jahresbeitrag zu haben, ist dieser Schutz nicht zu vernachlässigen. Denn wer im Urlaub krank wird oder Verletzungen erleidet, sieht sich schnell mit gewaltigen Forderungen konfrontiert: vor allem, wenn er sich im außereuropäischen Ausland befindet.

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Das Wissen der Deutschen über die Pflegeversicherung ist noch immer lückenhaft. Fast zwei Fünftel (42 Prozent) gehen laut einer aktuellen Umfrage davon aus, dass die gesetzliche Pflegeversicherung die gesamten Kosten übernimmt. Ein gefährlicher Irrtum, der im Zweifel die ganze Familie belastet — denn auch die Kinder haften bei den Pflegekosten für ihre Eltern.

 

Seit 1995 gibt es in Deutschland die gesetzliche Pflegeversicherung. Und auch, wenn es sich um eine recht junge Säule der Sozialversicherung in Deutschland handelt, war ihre Einführung doch sinnvoll. Zuvor gab es speziell für die Unterstützung von Pflegebedürftigen in den eigenen vier Wänden kaum eine Infrastruktur, etwa durch ambulante Pflegedienste, viele Menschen hatten keinen Grundschutz. In einer alternden Gesellschaft, die heute schon 2,9 Millionen Pflegebedürftige zählt, war da politisches Handeln geboten.

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Die Zahl der neuen Erwerbsminderungsrentner blieb auch im Jahr 2018 hoch, wie statistische Zahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zeigen. 167.978 Menschen erhielten im Vorjahr erstmals eine Erwerbsminderungsrente ausgezahlt. Dabei war die Zahl der Antragsteller weit höher: Fast jeder zweite Antrag wurde von der Rentenkasse abgeschmettert.

 

Die Mehrheit der Menschen, die erstmals eine Rente wegen Erwerbsminderung erhielten, blieb auch im Jahr 2018 auf einem hohen Niveau. 167.978 Personen mussten im Vorjahr ihre Erwerbsarbeit aufgeben oder stark einschränken, wie aus jüngst veröffentlichten Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervorgeht.

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Wer Alkohol getrunken hat, sollte sich nicht hinter den Lenker eines Autos setzen: so viel ist bekannt. Aber alternativ kann man sich doch nach einer Feier oder einem abendlichen Barbesuch auf den E-Scooter schwingen, um zumindest mit Tempo 20 nach Hause zu kommen? Ein gefährlicher Irrglaube, wie bisher schon mehrere Nutzer der flinken Roller erfahren mussten.

 

Kaum hat man einmal Durst, kommt auch noch Pech dazu. Diese Erfahrung in München musste jüngst ein junger E-Scooter-Fahrer machen, der mit seinem Roller gegen ein Polizeiauto prallte. Der Mann aus dem Starnberger Land war dabei stark alkoholisiert. Und leider kein Einzelfall: Allein in der bayerischen Landeshauptstadt wurden seit Inkrafttreten der E-Scooter-Verordnung am 15. Juni 38 Fahrer unter Alkoholeinfluss angehalten, sechs weitere unter Drogen, wie das Polizeipräsidium München berichtet. Auch in Städten wie Köln und Erfurt berichtet die örtliche Polizei von mehreren Alkoholfahrten.

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Eine Gesetzesänderung sorgt dafür, dass sogenannten Midi-Jobbern künftig mehr Netto vom Brutto bleibt. So wird zum 1. Juli die Gleitzone ausgeweitet, in der geringere Sozialabgaben gezahlt werden dürfen. Zudem erwerben Midijobber die vollen Rentenansprüche bei reduzierten Beiträgen zur Rentenversicherung: auch das ist neu. Galt bisher eine Gleitzone von 450,01 Euro bis 850 Euro im Monat, so gilt sie dann bis 1.300 Euro.

 

Vielen Beschäftigten sind sogenannte Midijobs eher unbekannt. Dabei können sie ein attraktives Modell sein, damit gerade Studenten und Teilzeit-Arbeitende sich etwas dazuverdienen. Im Jahr 2003 eingeführt, waren die Beschäftigten zuvor verpflichtet, die vollen Abgaben zur Sozialversicherung zu zahlen: etwa Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Nun aber profitierten die Midijobber von reduzierten Beiträgen.

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